PROZESS- UND BETEILIGUNGSBAUSTEINE

Die Erarbeitung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) erfolgt in mehreren, aufeinander aufbauenden Arbeitsschritten. Im ISEK soll festgehalten werden welche Probleme es im Dichterquartier gibt und was dort fehlt. Darauf aufbauend werden Ziele festgelegt und Maßnahmen beschrieben, mit denen das Leben im Dichterquartier verbessert werden kann. Der Prozess für die Erarbeitung des ISEK dauert etwa ein Jahr und hat Anfang 2021 begonnen. Danach können die Maßnahmen nach und nach in den kommenden Jahren umgesetzt werden.

Prozessbausteine

  1. Im ersten Schritt wird das Dichterquartier umfassend untersucht: Wie ist das Gebiet räumlich aufgeteilt? Gibt es Dinge die verbessert werden können, z. B. damit Wege schneller und angenehmer zurückgelegt werden können? Welche Menschen wohnen im Quartier und was brauchen diese? Anhand dieser Informationen kann besser beurteilt werden, was für das Quartier und die Menschen wichtig ist.
  2. Basierend auf dieser Grundlage werden Ziele für verschiedene Themenbereiche (z. B. Verkehr, Freizeit...) diskutiert und festgelegt, also eine Art Vision für das Quartier entwickelt.
  3. Um die Ziele zu erreichen, werden konkrete Maßnahmen formuliert.
  4. Alle Ergebnisse werden abschließend gebündelt schriftlich festgehalten und beschlossen

Für den Prozess ist es wichtig, dass möglichst viele Sichtweisen wahrgenommen und berücksichtigt werden. Deswegen gibt es verschiedene Angebote, an denen sich die Bewohner*innen und Akteure aus dem Quartier sowie die Stadtverwaltung beteiligen und ihre Meinung einbringen können:

Beteiligungsangebote

1. Akteursgespräche

Es werden Gespräche mit Personen geführt, die im Quartier arbeiten oder sich dort engagieren. Die Gesprächspartner*innen vertreten die örtlichen Kirchengemeinden und Sportvereine, sind in der Kinder- und Jugendarbeit und in der Ortspolitik aktiv.

Darüber hinaus werden Gespräche mit den im Quartier vertretenen Wohnungsunternehmen BASF Wohnen + Bauen, GAG Ludwigshafen, Vonovia und der Deutsche Wohnen geführt.

2. Digitale Interaktive Ideenkarte

Der Auftakt für die aktive Beteiligung der Bewohner*innen erfolgt online mittels einer interaktiven Ideenkarte. In dieser besteht die Möglichkeit, Ideen für die Entwicklung des Dichterquartiers zu nennen und zu verorten.

Über den Start der Online-Beteiligung wird per Postkarte und Hauswurfsendung sowie über lokale Medien aufmerksam gemacht. Ideen und Anregungen können bis zum 14. März 2021 geäußert werden.

3. Arbeitskreis

Für die Beteiligungsarbeit über den gesamten Prozess wird ein Arbeitskreis gegründet. Insgesamt trifft sich der Arbeitskreis drei Mal. Beim ersten Treffen werden Ziele festgelegt, wie das Dichterquartier in Zukunft sein soll. Beim zweiten und dritten Treffen werden Maßnahmen besprochen, um die Ziele zu erreichen.

Der Arbeitskreis besteht aus etwa 10 bis 12 Teilnehmer*innen, die möglichst viele Sichtweisen aus dem Quartier einbringen und vertreten sollen. Dazu zählen Vertreter*innen der im Quartier vorhandenen Einrichtungen und Gremien, wie Sportvereine, Schule und Kirchengemeinden, sowie Vertreter*innen der Wohnungsunternehmen und lokaler Geschäfte.

4. Zukunftskonferenz

Auf einer öffentlichen Zukunftskonferenz werden die Zwischenergebnisse der Arbeit präsentiert. Alle Bewohner*innen haben die Möglichkeit, die Ziele und Maßnahmen für das Dichterquartier zu bewerten und fehlende Maßnahmen zu nennen.

5. Öffentliche Informationsveranstaltung

Am Ende der Erarbeitung findet im Quartier eine Präsentation der Ergebnisse statt. Vorgestellt werden die konkreten Maßnahmen für das Dichterquartier. Die Akteure und Bewohner*innen des Quartiers sind eingeladen, daran teilzunehmen.

 

Die Ziele und Maßnahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) sind die Grundlage für die soziale und bauliche Erneuerung des Dichterquartiers in der Programmlaufzeit bis voraussichtlich 2030.

Das ISEK wird von den politischen Gremien beschlossen. Es dient neben der Beantragung von Fördermitteln auch als Handlungsrahmen für die Arbeit des Quartiersmanagements.